Schwefel-Heilbad-Luchsingen

Was uns Heil-Quellen über Körperpflege verraten

Kennst du das? Du badest in einer Schwefelquelle – und riechst danach wie ein hart gekochtes Ei, das zu lange in der Sonne lag. Das Ganze hat aber seinen Sinn. Denn was da so penetrant nach faulen Eiern duftet, ist gleichzeitig der Beweis für etwas, das uns alle betrifft – auch wenn wir gerade nicht in einer Badewanne sitzen.

Von der Schwefelquelle zum Aha-Erlebnis

Schwefel- und andere Mineralbäder haben eine jahrtausendealte Tradition. Schon die Römer wussten: Schwefelhaltiges Wasser tut dem Körper gut und kann sogar heilend wirken. In Luchsingen im Glarnerland befindet sich z.B. das älteste bekannte Schwefelbad des Kantons – erstmals 1542 urkundlich erwähnt. Das Wasser enthält neben Schwefelwasserstoff auch das medizinisch wirksame Glaubersalz, das sonst bei keiner anderen Quelle im Glarnerland nachgewiesen wurde.

Aber warum wirken Schwefelbäder überhaupt? Die Antwort ist simpel und gleichzeitig verblüffend: Der Schwefel und die Mineralien werden über die Haut aufgenommen. Sie durchdringen die Hautbarriere, gelangen ins Blut und von dort in den ganzen Körper. Dort lindern sie Entzündungen, beruhigen die Gelenke und helfen bei Hauterkrankungen.

Klingt wunderbar?

Der unangenehme Gedanke

Wenn unsere Haut Schwefel und Mineralien aufnimmt – was nimmt sie dann eigentlich von unserer Körperpflege auf? Wenn wir morgens unser Deo oder die Bodylotion auftragen?

Na gut, nicht alles – aber ein beträchtlicher Teil. Studien zeigen, dass Inhaltsstoffe kosmetischer Produkte über die Haut in den Körper gelangen können. Das gleiche Prinzip, das Schwefelbäder so heilsam macht, sorgt also auch dafür, dass Chemikalien und synthetische Stoffe ihren Weg in unseren Körper finden.

Im Schwefelbad willst du, dass die Stoffe eindringen. Bei deinem Deo hast du dir darüber vermutlich noch nie Gedanken gemacht.

Die Ironie

Nach einem Schwefelbad stinkt man. Ziemlich sogar. Die Schwefelduftstoffe lagern sich auch auf der Haut ab und man verbreitet den Duft von faulen Eiern. Man badet also in etwas, das einen zum Stinken bringt – und das wird als gesund gefeiert. Gleichzeitig schmieren wir uns täglich Deos unter die Achseln, damit wir nicht stinken – und machen uns keine Gedanken darüber, was die Inhaltsstoffe in unserem Körper anrichten könnten.

Stell dir vor, es gäbe ein Deo, bei dem du dir keine Sorgen machen müsstest, was da in deinen Körper wandert. Ein Deo, dessen Inhaltsstoffe du theoretisch auch essen könntest.

Genau das ist die Idee hinter True Pits. Das Motto: «Ich streiche mir nur ein, was ich essen kann.» Die Zutatenliste liest sich eher wie ein Rezept als wie ein Chemielabor-Protokoll: Natron in Lebensmittelqualität, Bio-Tapioka, Bio-Sheabutter, Bio-Avocadoöl und Bio-Kokosfett. Das war’s. Keine Parabene, kein Aluminium, keine Emulgatoren, keine Duftstoffe.

Deo mit 100% essbaren Zutaten

Der Praktikant in Luchsingen

Genau dieses Thema hat auch Fabian, «Der Praktikant», aufgegriffen. In seinem Video besucht er die Schwefelquelle Luchsingen und bringt die Verbindung zwischen Heilquellen und Körperpflege auf den Punkt – mit einer guten Portion Humor natürlich.


Mehr über die Aufnahme von Kosmetika über die Haut erfährst du in unserem ausführlichen Beitrag: Kosmetika und deren Aufnahme in unseren Körper

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